Ausstellungen
auf Schloss Nossen

Schloss Nossen diente in seiner Vergangenheit als Ritterburg, Abtssitz, kurfürstliches Jagdschloss und Amtssitz. Im Kurfürsten- und Kaminzimmer im ersten Obergeschoss lassen sich die einstige Pracht des Jagdschlosses erahnen. Als Amtsschloss fanden hier auch Verurteilung von Straftaten statt. Der Keller im Südturm des Westflügels - auch Lips-Tullian-Turm genannt - beherbergt ein ca. 10m tiefes Verlies. Ein Hörspiel illustriert das Schicksal eines der Insassen. In der Frohnfeste können ein Folterverlies (Rekonstruktion) und neuzeitliche Zellen aus der Zeit als Strafanstalt besichtigt werden.

Ausstellung unterm Dach:

»Geld oder Leben! Die Karriere des Räuberhauptmanns Lips Tullian«

Lips Tullian und seinen Gefährten ziehen nicht nur Jung und Alt in den Bann, sondern haben auch unmittelbare Bezüge zur Nossener Gegend. Die Stadtkirche in Nossen war nur eins der vielen Ziele der Räuberbande. Christian Eckoldt, ein Vertrauter Lips Tullians, wurde 1712 im Amtsschloss Nossen inhaftiert und der Folter unterzogen. Zahlreiche Geschichten sind überliefert, denn das damalige Räuberwesen im Amt Nossen war weithin berüchtigt und gefürchtet. Was, warum und wie die Kriminellen des 18. Jahrhunderts die Gegend verunsicherten, zeigt die Ausstellung im Schloss Nossen.

Dauerausstellung

Blick auf die Ahnengalerie
Blick auf die Ahnengalerie

Die Ausstellung »Spurensuche in Sachsen – Die Familie von Schönberg in acht Jahrhunderten« beleuchtet die sächsische Uradel-Familie von Schönberg, deren Angehörige zahlreiche hohe Ämter im sächsischen Staats- und Verwaltungswesen bekleideten und Äbte und Äbtissinnen in sächsischen Klöstern stellten. Besonderer Schatz sind zwei Gemälde des Künstlers Ferdinand von Rayski: »Die Grenadiere im Schnee« und »Die Schlacht bei Borodino«.

 

Kontakt

Schloss Nossen

Am Schloß 3 | 01683 Nossen

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 35242 504-35
nossen@schloesserland-sachsen.de

Ausflugstipp

Gefängnis und Folter

Verbrechen gibt es, solange es Menschen gibt, Freiheitsstrafen nicht. Die beginnen erst mit den Klostergefängnissen: Reue, statt Vergeltung um den rechten Weg im Leben wieder zu finden. Im 19. Jahrhundert denkt man dann neben dem Schutz der Allgemeinheit auch an die Resozialisierung der Gefangenen.

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